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Steuerehrlichkeit mit Deutschland derzeit nur pro futuro möglich

Die Regierung informiert, dass aktuell eine bilaterale Aufarbeitung der Steuervergangenheit mit Deutschland kaum möglich ist.

«In den Gesprächen mit Deutschland haben wir festgestellt, dass sich derzeit auf bilateraler Ebene keine Lösung abzeichnet, um deutschen Kunden eine Brücke in die Steuerehrlichkeit zu bauen», erklärte Regierungschef Adrian Hasler im Staatsfeiertags-Interview des «Liechtensteiner Vaterlands».

Das bedeute für deutsche Kunden, dass sie als weitere Möglichkeit die strafbefreiende Selbstanzeige ins Auge fassen könnten. Das liege daran, dass die EU-Kommission ein Mandat erhalten hat, mit Drittstaaten entsprechende Verhandlungen über eine Anpassung der bestehenden Zinsertragsbesteuerung zu führen. «Bis diese Verhandlungen abgeschlossen sind, wird Deutschland kaum bilaterale Verhandlungen mit Liechtenstein aufnehmen», führte Regierungschef Adrian Hasler dazu weiter aus. Entscheidend dürfte auch der deutsche Wahlausgang im September sein. 

Der Regierungschef wies darauf hin, dass Liechtenstein sich den immer neuen Transparenzanforderungen im Steuerbereich stellen und auch Eigeninitiative ergreifen muss, wird er weiter zitiert. Als Kleinstaat dürfe sich Liechtenstein dem Gespräch nicht verweigern. Steuerliche Diskriminierung und Doppelbesteuerung seien zu vermeiden.

> Vaterland-Beitrag vom 8.8.13 lesen